Kriegsteilnahme als Segelflieger
28. September 1939
Soldbuch ausgestellt von Fl. Tech. Schule Luftflotte 3, Techn. Komp. München-Freimann.
26. Februar 1940
Versetzung zu Jagdfliegerschule 4
Fürth bei Nürnberg - Flugplatz auf der Atzenhofer Heide
12.
April 1940
Verleihung Segelflugzeugführerabzeichen
13.10.1940 – 29.10.1940
Reserve Lazarett Fürth - Kieferbruch und Unterlippenplatzwunde (Flugunfall)
Versetzung zur Lastenseglerausbildung
Ende 1940 Versetzung zu der Segelfliegerschule der Luftwaffe Neuhausen über Königsberg
(Pr.) 5,Schüler-Komp. (heutiger Name: Gurjewsk)
Am 19.12.1940 machte er seinen ersten Schulflug mit dem Lastensegler
DFS 230 in Neuhausen.
Flugdauer vom Ausklinken bis zur Landung 9 Minuten
Lastensegler DFS 230, Spannweite 21,98 m, Besatzung: Flugzeugführer
und Begleiter, im Kampfeinsatz werden acht voll ausgerüstete
Luftlandesoldaten geflogen. In der folgenden Zeit wurden Flüge mit dem LS DFB 230 B,:
Übungsflüge, Nachtflüge und Flüge mit Vollast durchgeführt.
| Die Fotos zeigen Landungen mit einem Bremsfallschirm. |
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| Eichwalde – Labiau / Ostpreußen Januar 1941 |
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Anfang Juni 1941
Versetzung zum Luftlandegeschwader 1 (2. Staffel) nach Hildesheim.
LuftLandeGeschwader 1 (LLG 1)
27. Juli 1940
Aufgestellt in Hildesheim mit zwei Gruppen und zunächst drei
Staffeln pro Gruppe.
22. August 1940
Dritte Gruppe in Braunschweig-Waggum aufgestellt.
Januar 1943
Vierte Gruppe in Langendiebach bei Hanau aufgestellt.
Ab April 1943
Erweiterung der Gruppen von drei auf vier Staffeln.
20. Mai 1940
Einsatz bei der Landung auf Kreta mit hohen Verlusten.
Das LLG 1 war ausgerüstet mit Lastenseglern DFS 230.
DFS 230 das Arbeitspferd unter den Gleitern
Der DFS 230 war eine Rohrrahmenkonstruktion mit Verkleidung. Das
Fluggerät konnte für den Transport zerlegt werden, d.h. beide Flügel
und die Heckflosse war demontierbar. Der Pilot hatte ein
spartanisches Kontrollpanel mit Höhen-, Geschwindigkeits-, Luftdruck-,
Staudruckmesser sowie Fluglagenanzeige. Als Steuerknüppel diente
eine einfache geschlossene Gabel.
Der Mannschaftstransport war schon recht abenteuerlich, denn die 10
Mann saßen mit ihrer Ausrüstung eng zusammengedrückt und
angeschnallt auf einer gepolsterten Bank. Ein Flug konnte so mehrere
Stunden dauern, was wohl nicht die Regel sein sollte. Fünf Männer saßen
mit Blick nach vorne und fünf nach hinten. Im Heckbereich konnte
Material verstaut werden, wozu ein Verladeplan entwickelt wurde. Das
Problem der Überladung zeigte sich direkt in der Schwanzlastigkeit,
so dass der Pilot immer gezwungen war nachzudrücken. Dies führte zu
einem unruhigen Flug und meist zum Riss des Seiles zur
Transportmaschine. Als Angriffshöhe wurden 4000m festgelegt und ein
Ausklinkpunkt von ca. 12-20km vor dem Ziel. Zum Schutz der Zelle bei
der Landung diente eine Kufe, die den ersten Schlag abfederte. Um
die Landelänge zu beschränken, wurde um diese Kufe Stacheldraht
gewickelt, der abbremsend wirkte.
23. Dezember 1941
Beförderung zum Unteroffizier
02. Juni 1942
Versetzung zur 2. Staffel Luftlandegeschwader 2
Faßberg in der Lüneburger Heide.
LLG 2 aufgestellt mit
Geschwaderstab und der ersten Gruppe im April 1942 in Parchim
/ Mecklenburg. Das Geschwader war ausgerüstet mit
Lastenseglern Go 242 und Bombern He 111.
LS Go 242 Spannweite 24,5 m, hochklappbares Heck
zum Beladen, Besatzung zwei Mann, konnte 23 voll ausgerüstete
Soldaten oder adäquate Fracht transportieren, Landekuve und
abwerfbares Zweiradfahrgestell, Leergewicht 3.200 kg,
maximales Startgewicht 7.100 kg. Einführungsflug ( Platzflug ) am
08.06.1942 mit dem LS 242 in Faßberg, geschleppt von einer He 111,
Flugdauer 20 Minuten, Zeit vom Ausklinken bis zur Landung 5 Minuten.
16. Juli 1942
Truppenärztliche Untersuchung Fliegerhorst Eschwege:
--"tropendienstunfähig"--
05. August 1942
Flug von Eschwege nach Oels (Schlesien) (heute "Olesnica")
Strecke 530 km, Flugdauer 2 Std. 30 Min, geschleppt von
einer He 111
13. August 1942
Flug von Oels nach Radom (Polen, ca. 100 km südlich von
Warschau)
Strecke 270 km, Flugdauer 1 Stunde 20 Minuten
16. August 1942
Flug Nr. 144 mit TK + EC von Radom nach Shitomir (Schytomyr)
im Norden der Ukraine
Strecke 545 km, Flugdauer 2 Stunden 50 Minuten
und nach Radom von Shitomir nach Charkow (Charkiw) im
Nordosten der Ukraine
Strecke 540 km, Flugdauer 2 Stunden 40 Minuten
Weiter von Charkow nach Tazinskaja (Tatsinsky Oblast Rostow) 48°11` N, 41°16` E 240 km südwestlich von
Stalingrad/Volgograd in Russland
Strecke 430 km, Flugdauer 2 Stunden 10 Minuten
Weiter von Charkow nach Tatzinskaja.
Anfang September 1942
erkrankte Karl an der Ostfront an
Papatacifieber (Phlebotomusfieber), eine von einer
bestimmten Sandmückenart übertragene Virusinfektion.
Nach Aufenthalten in Kriegslazaretten im Osten vom 16.09. – 03.10.1942,
vom 04.10.- 09.10.1942 und vom 12.10 – 17.10.1942 erfolgte die Verlegung
zurück ins Reich.
25. Oktober 1942 - 05. Januar
1943
Reserve Lazarett Schierke (Harz) Abt. Brocken –Scheideck
05. Januar 1943 - 05. April
1943
Reserve Lazarett Braunlage (Harz) Abt. Dr. Vogler
05. April 1943
Verlegung zur Truppe.
Entlassungsbrief Braunlage: “Ein
14-tägiger Genesungsurlaub sowie im Anschluss daran ein von der Ers.
Truppe genehmigter 14-tägiger Erholungsurlaub wird direkt vom
Lazarett aus angetreten.“
05. - 06. Mai 1943
Flieger Ersatz Bataillon IV
Leipzig Schönau und ab
07. Mai 1943
Ergänzungsgruppe (S) 1 Langendiebach b. Hanau/M.
03. Juni 1943 –
25. Juni 1943
Im Lazarett der Luftwaffe-Krankenabteilung
VIII-Frankfurt Fliegerärzliche Sichtung und
14. – 19. Oktober 1943
Fliegerärzliche Nachsichtung in o.g. Lazarett
Beurteilung: Schmidt ist weitere 2 Monate wehrfliegeruntauglich, er kann aber zu leichtem
segelfliegerischem Einsatz herangezogen werden. Wiedereinweisung zur fliegerärztlichen Nachuntersuchung in 2 Monaten erbeten.
Gez. Günther OSA
Karl Schmidt kommt als Fluglehrer nach Aßlar
In seinem Vortrag zum 50.-jährigen Jubiläum des VfL Aßlar berichtet Karl Schmidt am 31.07.1982, dass die
Segelflugübungsstelle “Hohe Warte/Aßlar“ ihn 1944 als Übungsstellenleiter angefordert hätte und er daraufhin von Langendiebach
nach Aßlar abkommandiert worden wäre.
Einmarsch der US Truppen
Am 27. März 1945 besetzte die US Army Aßlar.
Karl Schmidt ging in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Dort wurde er am
01.09.1945 “Medical Category physical fit“ wieder nach Aßlar Hauptstraße 137 (ist heute Marienstraße 7) entlassen.
Nach der Besetzung durch die US Armee wurden alle Geräte und Segelflugzeuge zerstört oder Abtransportiert. Damit war die
Grundlage eines späteren Neubeginns der Vereine nicht mehr gegeben.
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