Chronik des Vereins für Luftfahrt Aßlar e. V. |
Als der Krieg 1945 beendet war, wurden alle Anlagen sowie Fluggeräte beschlagnahmt oder zerstört, gleichzeitig wurde durch die Siegermächte für die gesamte Fliegerei Flugverbot erteilt. Trotzdem fand man sich in Aßlar wieder zu zwanglosen Gesprächen zusammen, um nach dem Flugverbot, welches 1951 aufgehoben wurde, wieder fliegen zu können.
1952 wurde eine Zusammenkunft arrangiert, bei der Theo Ruppert zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde. Nichts war wichtiger, als sofort mit dem Bau eines neuen Schulgleiters zu beginnen. Als erste Werkstatt konnte man bei Konrad Keiner, Bachstraße, einen Stall benutzen. Nach 1½ jähriger Bauzeit wurde der neue "Zögling" in Wetzlar eingeflogen.
Mit Genehmigung des Gemeindevorstandes Aßlar wurde über den Regierungspräsidenten in Wiesbaden die "Hohe Warte" als Fluggelände zugelassen. Während Sonntag für Sonntag Übungsflüge mit dem Schulgleiter durchgeführt wurden, begann in der neuen Werkstatt im Hause Haupt der Bau eines weiteren Flugzeuges vom Typ "Grunau Baby II".
Richard Keiner wurde 1. Vorsitzender. Nach Fertigstellung des "Grunau Baby II" kamen erneut große Probleme auf den Verein zu. Die Preußag baute am unteren Hang der Hohen Warte eine Hochspannungsleitung, so dass der Verein gezwungen war, sich um ein anderes Fluggelände zu bemühen. Karl Zipp übernahm als 1. Vorsitzender die Leitung des Vereins. Im Gasthaus Schmidt wurde eine fliegerische Interessengemeinschaft Aßlar-Braunfels-Wißmar gegründet. Gemeinsam wurde in Braunfels eine Winde gebaut. Wißmar stellte einen Übungsdoppelsitzer (Doppel-Raab) zur Verfügung. Nach vielen Verhandlungen mit Grundstückseigentümern sowie den Gemeindevorständen der Gemeinde Aßlar und Werdorf konnte das Gelände auf der Lattigkaut unter dem Namen "Aßlarer Hütte" vom Regierungspräsidenten in Wiesbaden zugelassen werden. Zwischenzeitlich wurde, in der von der Firma Berkenhoff und Drebes kostenlos zur Verfügung gestellten Werkstatt, eine eigene Winde gebaut.
Die Gruppe Braunfels schloss sich dem VfL Wetzlar e. V. an.
Die beiden Vereine Aßlar und Wißmar begannen 1959
mit dem Doppel-Raab aus Wißmar und dem Grunau-Baby aus Aßlar einen
Segelflugbetrieb mit Windenschulung auf dem neuen Gelände "Aßlarer
Hütte". Dies war der Startschuß zu weiteren Bemühungen.
Der VfL Aßlar erwarb 1961 von der Firma Schleicher, Poppenhausen,
einen neuen Übungsdoppelsitzer zum Preis von 12.000,-- DM. Die
Mitgliederzahl sowie die Zahl der Flüge nahm von diesem Zeitpunkt an
stetig zu. Im Januar 1962 wurde Werner Ache zum 1. Vorsitzenden
gewählt. Im März des gleichen Jahres erfolgte die Eintragung des
Vereins beim Amtsgericht Wetzlar.
Am 2. Mai 1962 wurden auf dem Schulhof in Aßlar die beiden Flugzeuge unter großer Beteiligung der Bevölkerung sowie des Hessischen Fernsehens durch den ersten Beigeordneten August Gerlach auf die Namen "Ernst Berkenhoff" (Ka 7) sowie "Hohe Warte" (Baby) getauft. Am Nachmittag dieses Sonntages, wurde durch den damaligen Landtagsabgeordneten Dr. Werner Best auf dem Fluggelände der Grundstein zum Bau einer Flugzeughalle gelegt. Im Anschluß an die Grundsteinlegung wurde den Gästen des VfL mit dem neuen Doppelsitzer Aßlar aus der Vogelperspektive gezeigt.
Nach unermüdlicher Arbeit aller aktiven Mitglieder, konnte die "Dr.-Georg-August-Zinn-Halle" im September 1962 eingeweiht werden. Durch die Fertigstellung des Hallenbaues war der allwöchentliche Transport sowie Auf- und Abbau der Flugzeuge beseitigt. 1963 wurde eine "Olympia-Meise" gekauft.
Die Wißmarer Gruppe verkaufte den Doppel-Raab und erwarb ebenfalls eine "Olympia-Meise", so dass den Mitgliedern 1963 und 1964, ein Doppelsitzer und drei einsitzige Segelflugzeuge zur Verfügung standen. Im Herbst 1963 übernahm der VfL Aßlar die gesamten Fluggeräte der Wißmarer Gruppe. Verschiedene Wißmarer schlossen sich dem VfL an.
H. Geuß, W. Diehl und E. Scherbaum führten mit Genehmigung des Rektors, Herrn Hofmann, in einem Schulraum samstags Modellbau-Unterricht ein. Eine Modellfluggruppe wurde gegründet.
Im Januar 1964 wurde der Bau einer Werkstatt mit Clubheim beschlossen. Unter dem Motto "Wer nicht buddelt, darf auch nicht fliegen" wurde im April mit den Ausschachtungsarbeiten begonnen. Ohne Einschränkung des Flugbetriebes in der Saison 1964 wurde am Samstag, dem 5. September 1964 mit einer Veranstaltung in der Flugzeughalle das neue "Clubheim" seiner Bestimmung übergeben.
Im Winter wurde in der neuerbauten Werkstatt eine neue fahrbare Winde gebaut. Von der Luftsportgruppe Lindau/Bodensee wurde ein weiteres Segelflugzeug vom Typ Ka 8 b gekauft. Die Saison 1965 wurde zu Ostern mit dem Besuch der Jugendgruppe aus Saint Ambroix eröffnet.
Durch den erweiterten Flugzeugpark und die ununterbrochene Schulung auf dem Aßlarer Gelände konnten 1965 1718 Starts durchgeführt werden. Die Piloten des VfL erflogen verschiedene Leistungen zur Silber- und Gold-C. Damit wurde dem Leistungsflug Auftrieb gegeben.
Der Ausbau des Schleppweges (Grenzweg zwischen Aßlar und Werdorf) wurde durchgeführt.
Am 26. und 27. Februar 1966 wurde in Aßlar die Jahreshauptversammlung des Hessischen Luftsportbundes durchgeführt. Desweitern wurden im Frühjahr die beiden Segelflugzeuge Olympia Meise verkauft. Ein zweites Segelflugzeug vom Typ Ka 8 b wurde angeschafft. H. Ließfeld und R. Meyer kauften sich je ein Segelflugzeug vom Typ Ka 6 CR. H. Haas brachte ein Flugzeug vom Typ L-Spatz mit, so dass den Mitgliedern in dieser Saison acht Segelflugzeuge zur Verfügung standen. Leider wurde bei einem Überlandflug im Juni 1966 eine Ka 8 b zerstört.
Neun Piloten erwarben in Breitscheid die Flugzeugschleppgenehmigung.
Zwischen der Halle und dem Clubheim wurde ein Gebäude zur Unterbringung des Stromaggregates sowie des Winden-Kraftstoffes errichtet. Die Gesamtflugzeit der Saison 1966 konnte von 296 Stunden aus 1965 auf 400 Stunden erhöht werden.
Im September wurde wie in den Vorjahren auf der "Hohen Warte" ein Modellwettbewerb durchgeführt.
Mit einer Ausstellung von Segelflugzeugen und Modellflugzeugen in der Volkshalle Ehringshausen beginnt die Saison 1967. H. Ließfeld und R. Meyer erflogen sich je einen Diamanten zur Gold-C. Die Piloten K. Wagner und H. Ließfeld nahmen am Sternflug zum "Hessentag" in Bad Hersfeld teil. Beim dezentralen Segelflugwettbewerb des Hessischen Luftsportbundes belegte H. Ließfeld einen beachtlichen 4. Platz.
Im September wird der alljährliche Modellflugwettbewerb auf der "Hohen Warte" durchgeführt.
Im Frühjahr 1968 wurde vom Aero-Club Bad Nauheim eine Ka 6 CR zum Preis von 12.500,-- DM gekauft. Mit diesem Kauf soll der Leistungsflug im VfL erweitert werden. Klaus Wagner erzielte am Karfreitag mit dem neuen Segelflugzeug einen freien Streckenflug von 530 km nach Chatillon-Coligny (Frankreich) und erreichte somit einen weiteren Diamanten zur Gold-C.
Über Ostern wurden von den Piloten des VfL 1100 km zurückgelegt, am 22. Mai 1968 der 1968 der 10.000 Start auf dem Fluggelände "Aßlarer Hütte" durchgeführt. Am 13. Juli wurde anläßlich der Taufe der neuen Ka 6 CR auf den Namen "Gemeinde Aßlar" erstmals ein Sternflug für Segelflugzeuge nach Aßlar durchgeführt. Es landeten Segelflugzeuge aus Frankfurt, Gedern, Gießen, Gelnhausen, Hirzenhain und Wetzlar. Insgesamt landeten 18 Piloten. Sieger wurde Helmut Rohne vom VfL Wetzlar.
Beim dezentralen Wettbewerb des Hessischen Luftsportbundes belegte der VfL den 5. Platz in der Mannschaftswertung. In der Einzelwertung wurde H. Ließfeld fünfter.
Der 12. Modellflugwettbewerb auf der "Hohen Warte" wurde im September unter großer Beteiligung der Jugend durchgeführt.
Die Beleuchtung mit dem Stromaggregat läßt bei den Winterarbeiten immer größer werdende Schwierigkeiten aufkommen, so dass sich der Vorstand gezwungen sah, in Zusammenarbeit mit dem Gemeindevorstand und der EAM einen Anschluss an das Stromnetz zu planen. Im Frühjahr 1969 wurde in Gemeinschaftsarbeit ein Stromkabel sowie eine Wasserleitung entlang der Hohen Straße verlegt. Am 16.06.1969 konnte im Clubheim ein sogenanntes "Wasserfest" gefeiert werden.
Die Flugsaison 1969 erbrachte für den VfL Aßlar beim dezentralen Segelflugwettbewerb des Hessischen Luftsportbundes den 1. Platz in der Mannschaftswertung. Klaus Wagner wurde 3. in der Einzelwertung. Am 15. Juni wurden auf dem Aßlarer Fluggelände die Ausscheidungen zum Jugendvergleichsfliegen des HLB durchgeführt. Bei den Deutschen Modellflugmeisterschaften auf der Wasserkuppe wurde Dieter Huttel "Deutscher Meister".
Am 28. September wurde der Modellflugwettbewerb erstmals auf dem Segelfluggelände ausgetragen. 500 Zuschauer konnten die schönen Flüge der Modellflugzeuge von 60 Teilnehmern bewundern. Gestartet wurde in acht verschiedenen Klassen.
Im Dezember wird vom Luftsportclub Bottrop ein Motorsegler vom Typ SF 25 A (Motorfalke) gekauft.
Mit dem Ausbau der Ost-Weststrecke wird noch im Winter begonnen. Mit Hilfe verschiedener Firmen, des Gemeindevorstandes sowie der Arbeit aller aktiven Mitglieder konnte im Frühjahr 1970 diese fertiggestellt werden. Die Anschaffung des Motorseglers erfreute sich bald größerer Beliebtheit, zumal hiermit auch bei ungünstigerem Wetter geflogen werden kann. Mit Beginn der Flugsaison 1970 wird auch die Nordsüd-Strecke für den Motorsegler begradigt.
Beim Gebietsvergleichsfliegen des Gebietes Wiesbaden-West in Hirzenhain wurde H. Haas 1. Sieger in der Clubklasse. R. Meyer belegte den 3. Platz. In der Doppelsitzerklasse konnten O.Schmidt und A. Keiner einen beachtlichen 2. Platz erfliegen.
Am 27.06.1970 wurde wieder ein Sternflug für Segelflugzeuge nach Aßlar durchgeführt. Erstmals nahmen auch Motorsegler an diesem Sternflug teil. Sieger bei den Segelflugzeugen wurde Alex Lindner vom VfL Wetzlar e. V. Bei den Motorseglern siegte R. Strasser aus Bad Homburg.
Am 28.06.1970 führte der VfL bei schlechter Witterung seinen Modellflugwettbewerb durch. Gestartet wurde in zehn verschiedenen Klassen.
Bei den ersten hessischen Segelflugmeisterschaften in Fritzlar beteiligten sich die Piloten K. Wagner, H. Haas und R. Meyer. Durch ein Fotomißgeschick entging K. Wagner die Hessenmeisterschaft, wodurch er "nur" den 3. Platz belegte. H. Haas wurde 5. und R. Meyer erflog sich den 6. Platz.
Während der Abnahme im Frühjahr 1971 wurde die
Grundsteinlegung für die zweite Flugzeughalle vorgenommen. Beim
8-tägigen Vergleichsfliegen in Breitscheid belegte der VfL Aßlar
unter 21 gestarteten Segelflugzeugen des Gebietes Wiesbaden-West in
der Clubklasse mit den Piloten H. Heil und H. Neubauer den 1. Platz
und konnte somit seinen Vorjahreserfolg wiederholen. In der
Doppelsitzerklasse belegten die Piloten A. Keiner, R. Meyer, F.
Winter und W. Ache den 4. Platz. Mit einem Sternflug für
Segelflugzeuge und Motorsegler nach Aßlar wurde am 26.06.1971 die
neue Halle eingeweiht.
Sieger bei den einsitzigen Segelflugzeugen wurde H. Köster vom VfL
Wetzlar. Bei den doppelsitzigen Segelflugzeugen siegten die Piloten
F. Winter und A. Keiner vom VfL Aßlar. F. Hingott von Limburg wurde
Sieger bei den Motorseglern. Stürmischer Wind und vereinzelte
Regenschauer verhinderten am Sonntag, dem 27.06.1971 einen
ordnungsgemäßen Ablauf des Flugmodellwettbewerbs.
Durch seinen guten 3. Platz bei den Hessischen Meisterschaften 1970 konnte Klaus Wagner an der 1. Deutschen Meisterschaft für Segelflugzeuge der Clubklasse in Dinslaken teilnehmen. Klaus Wagner belegte unter 31 Teilnehmern einen beachtlichen 11. Platz und hat somit Aussichten, bei den 1. Europameisterschaften 1972 teilnehmen zu können.
Den größten Erfolg seiner fliegerischen Laufbahn konnte Rudolf Meyer im Juli 1971 mit einem 516-km-Zielflug nach Pithiviers südlich von Paris verbuchen. Er erflog sich dadurch den 3. und letzten Diamanten zur Gold-C. Damit wurde Rudolf Meyer der 1. Aßlarer Flieger, welcher im Besitz einer Gold-C mit drei Diamanten ist.
Beim dezentralen Segelflugwettbewerb des Hessischen Luftsportbundes belegte der VfL Aßlar in der Mannschaftswertung den 2. Platz. In der Einzelwertung erflog sich R. Meyer den 6. Platz.
Inzwischen sind durch Privatanschaffungen insgesamt 3 Motorsegler in Aßlar stationiert. Die Motorsegler nahmen an verschiedenen Sternflügen teil.
Sportlich war das Jahr 1971 für den VfL das erfolgreichste seit Bestehen.
Im Januar 1972 wurde der Motorfalke nach Trier verkauft. Ein neuer doppelsitziger Motorsegler vom Typ SF 25 B zieht bereits seine Kreise über unserer schönen Gemarkung.
In der Zeit vom 01. - 04. Juni 1972 feierte der
VfL sein 40-jähriges Vereinsbestehen.
Die Festlichkeiten wurden mit einem Modellflugwettbewerb eröffnet.
Freitags abends zeigte die "Südwest-Starparade" ihr Können. Der
Samstag begann mit Rundflügen. Die Sternflieger besuchten unser
Fluggelände recht zahlreich. Mit dem Festkommers und einer großen
Tombola schloß der Samstag. Ein Großflugtag rundete das Jubiläum am
Sonntag ab.
Aufgrund der gelungenen Jubiläumsveranstaltung konnten viele neue
Mitglieder geworben werden.
Der bestellte zweite Motorsegler wurde im November geliefert. Im Frühjahr 1973 wurde der Flugzeugpark durch den Kauf einer gebrauchten Sie 3 ergänzt, so dass der VfL die Saison mit 3 Segelflugzeugen und 2 Motorseglern beginnen konnte.
Vom 09. Juli bis 22. Juli 1973 wurde auf dem Gelände in Aßlar ein Jugendlehrgang durchgeführt. 24 Jugendliche legten in dieser Zeit verschiedene Prüfungen ab. Die Art und Weise, in welcher dieser Lehrgang durchgeführt wurde, fand bei allen Beteiligten großen Zuspruch.
Klaus Wagner erreichte bei den Deutschen Meisterschaften von insgesamt 41 Teilnehmern einen beachtlichen 18. Platz. Bei dem Hessischen Jugendvergleichsfliegen konnte sich Christian Braas als jüngster Pilot auf den 13. Platz vorarbeiten.
Mit einer Gesamtstartzahl von mehr als 3000 konnte die Saison 1973 erfolgreich abgeschlossen werden.
Das Jahr 1974 begann wieder einmal mit Arbeit für alle Mitglieder. So wurde ein Kraftstofftank verlegt, das Benzinhaus erstellt und umfangreiche Erdarbeiten auf dem Gelände durchgeführt.
Laut Beschluß vom 21. März 1974 wurde der VfL Mitglied im Landessportbund Hessen. Trotz vieler Bauarbeiten kam die Fliegerei nicht zu kurz. Z. B. belegte Horst Geus beim Vergleichsfliegen in Homberg den 5. Platz. Bei den hessischen Meisterschaften der Clubklasse in Kassel Calden belegte Klaus Wagner den 1. und Rainer Laasch den 4. Platz. Um den 20.000 Start zu würdigen, wurde der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Herr Otto Muskat, zu einem Rundflug eingeladen. Um den Leistungsflug steigern zu können, bestellte der Verein für 1975 ein neues Segelflugzeug vom Typ Clublibelle. Zu einem Preis von 22.000,-- DM ohne Instrumente und ohne Hänger wurde dieses Flugzeug im April 1975 den Aktiven zur Verfügung gestellt. Der Flugzeugpark bestand nunmehr aus 4 Segelflugzeugen und 3 Motorseglern.
Das Flugwetter meinte es 1975 gut, so konnten allein im Segelflug 105 Stunden mehr als 1974 geflogen werden. Vom Fluggelände Aßlar aus wurden in dieser Saison 6000 Überlandkilometer mit Segelflugzeugen zurückgelegt.
Bei der Endausscheidung des hessischen Jugendvergleichsfliegens in Hessisch-Lichtenau belegte Christian Braas den 4. Platz. Das Vergleichsfliegen Wiesbaden-West brachte dem VfL den 2. Platz in der Doppelsitzerklasse (Piloten: Fritz Streicher / Rudolf Meyer). Bei den Einsitzern belegte Rainer Laasch den 4. Platz. An den Deutschen Meisterschaften in Kassel-Calden beteiligten sich Klaus Wagner und Rainer Laasch mit Erfolg.
Mit 1148 Starts und 678 Stunden konnte auch eine Steigerung bei den Motorseglerpiloten erzielt werden. Die 29 Piloten flogen in diesem Jahr 34 fremde Flugplätze an und konnten mit wertvollen Preisen zurückkehren.
Die von Wilhelm Knechtel in mühevoller Arbeit umgerüstete Motorlerche machte ihre ersten Erprobungsflüge in Aßlar.
Nach Abschluß der Saison 1975 beschlossen die Mitglieder für 1976 eine Werbeaktion zur Gewinnung neuer, hauptsächlich jugendlicher Mitglieder, zu starten.
Die Jahreshauptversammlung beschloß am 30. Januar 1976 u. a. eine Werbewoche durchzuführen, einen Sternflug nach Aßlar, den Aufbau eines angekauften Bruches einer Ka 6, sowie die Einführung der Clubmeisterschaften im Segelflug. Aufgrund dieser Beschlüsse gingen die Aktiven sofort an die Planung und Ausführung. Am 14. und 15. März 1976 wurden Rundflüge für die Bevölkerung organisiert. Der Erlös der Rundflugspenden wurde den Aßlarer Kindergärten zur Verfügung gestellt. Am 19. März wurde ein Film- und Diavortrag im evangelischen Gemeindehaus durchgeführt.
Zwischenzeitlich wurde unter Anleitung unseres langjährigen Werkstattleiters, Herrn Richard Keiner, am Aufbau der Ka 6 gearbeitet. Erstmals flog der Verein die Gewinner des Raiffeisenbank-Wettbewerbs auf seinem Fluggelände.
Gemeinsam mit dem MGV wurde im Juli, die durch die Stadt Aßlar ins Leben gerufene Familienwanderung, zur Zufriedenheit aller Teilnehmer durchgeführt.
Der von uns für den 07. und 08. August ausgeschriebene Sternflug nach Aßlar wurde von vielen Fliegern besucht.
In der Aktivenversammlung vom 11. November 1976 wurde der Bau einer neuen Werkstatt für 1977 beschlossen. Fliegerisch gesehen brachte das Jahr 1976 mit 3479 die größte Startzahl der Vereinsgeschichte. Insgesamt wurden somit auf dem Gelände Aßlarer Hütte von 1959 bis Ende 1976 27.539 Starts durchgeführt. Die Werbemaßnahmen brachten dem Verein 66 neue Mitglieder. Für diese beispielhafte Vereinsarbeit wurde der VfL vom Hessischen Luftsportbund mit der "Otto-Lilienthal-Urkunde" ausgezeichnet.
Der Bau der neuen Werkstatt mit Unterstellräumen machte enorme Fortschritte, so dass die Planung für den Umbau des Clubheimes ins Auge gefasst wurde. Am 26. und 27. März 1977 führte der VfL zum zweiten Male die Jahreshauptversammlung des Hessischen Luftsportbundes in Aßlar durch.
Im Juli und August wurden die Gewinner des Raiffeinsenbank-Jugendwettbewerbes erneut von uns geflogen.
660 Stunden und 1399 Starts, sowie der Besuch mehrerer Sternflüge, besonders die Flüge nach Blexen und Brüssel, meldeten die Motorsegler am Ende der Saison.
Obwohl das Wetter 1977 dem Segelflug nicht hold war, konnten die Segelflieger an überregionalen Wettbewerben mit Erfolg teilnehmen. So belegte Udo Keiner und Peter Birr in der Doppelsitzerklasse und manfred Sauer in der Einsitzerklasse den 1. Platz. Beim dezentralen Wettbewerb belegte Manfred Sauer ebenfalls den 1. Platz. Diese Erfolge rundete der VfL mit dem Sieg in der Mannschaftswertung und einem 1. Platz beim Jugendvergleichsfliegen durch Christian Braas ab.
In der Jahreshauptversammlung am 10. März 1978 beschloss der Verein eine neue Satzung. Der 1977 begonnene Bau der Werkstatt wurde zwischenzeitlich abgeschlossen, der Umbau des Clubheimes war voll im Gange. Die aufgebaute Ka 6 wurde fertiggestellt und zum Fliegen freigegeben. Erstmals führten Motorsegler und Segelflieger einen gemeinsamen Urlaub in St. Johann bei Kitzbühel durch.
Am 08. Oktober ist der Verein Ausrichter einer "Deutschen Meisterschaft" im Modellflug. Die Startzahlen gingen 1978 zurück, während sich die sportlichen Leistungen sehen lassen konnten.
Auf der Aktivenversammlung im Herbst wurde für 1979 ein "Tag der offenen Tür", ein Sternflug und eine Werbewoche geplant.
Der tragische Unfall unseres Mitgliedes Horst Heil traf die Aktivität des Vereins im Frühjahr sehr hart. Trotzdem brachte die Werbewoche dem Verein 11 neue aktive und 15 fördernde Mitglieder. Die segelfliegerischen Leistungen steigerten sich erneut. Bei den Bezirksmeisterschaften belegte Manfred Sauer den 1. und Christian Braas den 2. Platz. Einen beachtlichen 6. Platz erflog manfred Sauer bei den deutschen Junioren-Meisterschaften in Dinslaken. Bedingt durch den oben erwähnten Totalschaden, konnten die Motorsegler in diesem Jahr nur 1236 Starts verzeichnen. Mehrere Sternflüge wurden mit Erfolg besucht.
1980 beschloss die Hauptversammlung zur besseren Übersicht auf dem Gelände den Bau eines Towers.
Unter Mitwirkung aller Aktiven wurde ein neues Telefonkabel auf dem Fluggelände verlegt. Am 03. und 04. Mai 1980 wird unter Mitwirkung der WNZ eine überregionale Werbeveranstaltung unter dem Motto "Lerne Fliegen" durchgeführt. Interessenten haben die Möglichkeit in Aßlar, Braunfels, Lützellinden und Wetzlar sich über den Flugsport zu informieren und können an Rundflügen teilnehmen.
Der Flugzeugpark wurde durch den Ankauf eines weiteren Motorseglers vergrößert. Dieser Neukauf machte sich in der Jahresstatistik bemerkbar. So führten die Motorseglerpiloten in der Saison 1980 2210 Starts durch und waren insgesamt 847 Flugstunden bei einer Kilometerleistung von 30.400 km unterwegs. Außer verschiedenen Sternflügen konnten Streckenflüge nach Sindal (Dänemark), Korsika, Cannes (Südfrankreich) und St. Johann gemeldet werden.
Die Segelflieger steigerten sich erneut und konnten bei sportlichen Wettbewerben schöne Erfolge erzielen. Besonders herauszuheben ist der Gewinn der hessischen Meisterschaft in der Clubklasse durch Manfred Sauer. Insgesamt wurden 4044 Starts erreicht. Die höchsten Flugzahlen des VfL in einem Jahr.
Drei doppelsitzige Motorsegler, drei einsitzige und ein doppelsitziges Segelflugzeug gehören zu Saisonbeginn 1981 dem Verein.
Da das Zeitalter der Kunststoffflugzeuge alle Wettbewerbe und Leistungsflüge bestimmt, beschließt die Jahreshauptversammlung, ein neues doppelsitziges Segelflugzeug vom Typ TWIN ASTIR zu bestellen.
Die ersten Vorbereitungen für das 50-jährige Vereinsjubiläum wurden getroffen.
Unsre beiden ältesten Piloten, Rudolf Meyer und Friedrich Braas führten am 20. Mai 1981 den 40.000sten Start in Aßlar durch. Die Jahresgesamtstartzahl im Segelflug ging aufgrund der schlechten Witterung auf 1126 Starts zurück.
Die Motorseglerpiloten erreichten 1981 wieder große Erfolge. So konnten u. a. beim Sternflug nach Elz fast alle Preise nach Aßlar geholt werden. Den 1. Platz in der Gesamtwertung, sowie den weitesten Anflug verbuchte die Mannschaft Werner Ache / Josef Cernohorsky mit einem Flug von Aßlar nach Fürstenzell, über Friedrichshafen nach Elz in 8 Std. und 45 Min. Mit Streckenflügen nach Schweden und Italien wurden neue Maßstäbe für unsere Motorsegler gesetzt.
Am Ende der Saison 1981 konnte der VfL auf insgesamt 42.234 Starts seit 1953 zurückblicken.
Durch eine kürzere Lieferfrist wurde das neue doppelsitzige Segelflugzeug von der Firma Grob ausgeliefert.
Das Jubiläumsjahr "50 Jahre Segelflug in Aßlar" kann der Verein nunmehr mit den vereinseigenen Flugzeugen Sie 3, Clublibelle, ASW 19, Ka 7 und TWIN ASTIR, sowie den Motorseglern SF 25 B, SF 25 C und SF 25 E beginnen. Folgende 5 Segelflugzeuge sind im Privatbesitz und werden ebenfalls in Aßlar geflogen: Rhönlerche, Ka 8b, Salto, Mosquito, Cirrus. Somit sind insgesamt 10 Segelflugzeuge und 3 Motorsegler in Aßlar beheimatet.
Alle Startgeräte und Sicherheitseinrichtungen sind auf dem neuesten Stand. Das Segelfluggelände wurde zwischenzeitlich nach §54 der LuftVZO erweitert, so dass uns benachbarte Flieger ohne besondere Genehmigung besuchen können.
Der Verein hat in seiner 50-jährigen Geschichte viele Höhen und Tiefen erlebt. Er hat sich immer und zu jeder Zeit, in den Dienst der Öffentlichkeit gestellt.

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![]() Fluglehrer W. Röder, Pilot W. Ache auf dem Schulgleiter, Okt. 1955 auf der "Hohen Warte" |
![]() Rohbauabnahme des "Grunau-Baby II" im Gasthaus Schmidt 1956 |
![]() 1. Beigeordneter A. Gerlach und W. Ache bei der Taufe der Ka 7 im Jahre 1962 |
![]() Grundsteinlegung 1962 durch den Landtagsabgeordneten Dr. Werner Best, W. Ache, des damaligen Vorsitzenden der Wißmarer Gruppe H. Pfeiffer |
![]() Aßlarer Segelflugzeuge vor der Halle sowie Clubheim im Jahre 1964 |
![]() Der 10.000 Start auf dem Fluggelände "Aßlarer Hütte" |
![]() Taufe des Segelflugzeuges "Gemeinde Aßlar" durch den Bürgermeister, Herrn E. Debus |
![]() Abgestellte Flugzeuge nach dem Sternflug 1968 |
![]() Klaus Wagner beim Start zur 1. Hessischen Meisterschaft der Clubklasse in Fritzlar 1970 |
![]() Verlegen des Stahlträgers über das Hallentor der neuen Halle 1971 |
![]() Vorbereitungen für Überlandflüge bzw. Schulungsflüge vor Flugbeginn |
![]() Unsere Aktiven im April 1982. Es fehlen 27 Mitglieder auf dieser Aufnahme. |
![]() Unsere 1. Halle nach Fertigstellung im Herbst 1962 |
![]() Werkstattleiter Richard Keiner mit der vom Verein aufgebauten Ka 6 im Jahre 1978 |
![]() Blick aus der Luft auf unseren Hangar |
![]() Doppelsitziges Schulungsflugzeug vom Typ Ka 7 |
![]() Einsitziges Segelflugzeug vom Typ Sie 3 |
![]() Einsitziges Segelflugzeug vom Typ Club Libelle |
![]() Einsitziges Segelflugzeug vom Typ ASW 19 |
![]() Doppelsitziges Schul- und Leistungsflugzeug vom Typ TWIN ASTIR G 103 |
![]() Einsitziges Segelflugzeug im Windenschlepp vom Typ Ka 8 |
![]() Unsere 3 doppelsitzigen Motorsegler SF 25 B, SF 25 C, SF 25 E |
![]() Freiflug Eberhard Pfeiffer |